Das ewige Leben

“Gibt es ein Leben nach dem Tod?” Eine Antwort auf diese Frage suchte am Mittwochabend (21.Nov. 2012; http://daserste.ndr.de/annewill/videos/annewill3609.html ) die Talkrunde von Anne Will. Dabei traf die Bundesvorsitzende der “Christdemokraten für das Leben”, Mechthild Löhr, auf den Atheisten Philipp Möller und die muslimische Frauenrechtlerin Seyran Ateş.

In der Sendung wurde der Begriff „Seele“ gebraucht. Was ist die Seele, doch nur das, was viel besser und moderner als Bewusstsein bezeichnet werden muss. Das Bewusstsein aber ist unsere Muttersprache, die entwicklungsgeschichtlich aus der sozialen Interaktion mit Notwendigkeit hervorging, um das Überleben und das Leben zu sichern und zu gestalten. Die Muttersprache besteht aus Informationen gleich welchen Inhalts. Das sprachlich bestimmte Bewusstsein entsteht also aus Notwendigkeit und Zufall der Bedingungen. Die informationelle Bedeutung des Bewusstseins hat nichts mit seiner notwendig zu erklärenden physikalischen Determiniertheit und Beschaffenheit zu tun. Determiniert sind die Informationen des Bewusstseins durch die Tatsache, dass nichts Immaterielles existieren kann bzw. dass es keinen immateriellen Impuls geben kann aufgrund des physikalischen Gesetzes von der Erhaltung der Energie.

Physikalisch erklärt, ist das Bewusstsein nichts anderes als eine elektromagnetische Energie mit einer informationellen Bedeutung. Auch unsere Träume bestehen, physikalisch erklärt, aus nichts anderem als elektromagnetischer Energie. Die sogenannten Nahtoderfahrungen sind ebenso informationelle Generierungen derselben Energiequelle, nämlich einem kleinen Wechselstromkreis zwischen Formatio reticularis und Mittelhirn. Hier treffen alle Informationen aus der Großhirnrinde mit den Informationen aus dem Körper sowie aus den Sinneswahrnehmungen zusammen. Jeder sollte inzwischen wissen, dass das Nervensystem nichts anderes ist als ein elektrisches Informations- und Signalleitsystem.

Leider wissen viele Menschen immer noch nichts vom Wesen jeglicher Religion, d.h. aufgrund des antagonistischen Widerspruchs der Religion zu objektiven Erkenntnissen der Wissenschaften wird sie zu einem ethischen Hindernis bei der Bewältigung alltäglicher Probleme. Religiöse Menschen bewegen sich in einer beständigen Dialektik von Glaube und Wissen, die sie als Zweifel erleben und der sie fast zerreissen kann. Dieselbe Dialektik stellt dann die Notwendigkeit in Frage, etwas zunächst nur glauben zu können und zu sollen, was nicht nur den Verstand schier zu überfordern scheint, weil die nötigen zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für sie als sinnlich wahrnehmbare Erscheinungen fehlen, aber weil es vor allem der von den Eliten verordneten Illusion von den herrschenden Zuständen widerspricht. Dieser Illusion folgen auch Atheisten. Hier nun wird deutlich wie bequem und einfältig die meisten Menschen wirklich sind, und wie leicht die Eliten mit ihrem Meinungsmonopol den Zweifel ausnutzen können, um zu lügen und zu betrügen, zu manipulieren nach dem Motto: „Was du nicht siehst oder aus eigenem Erlebnis belegen kannst, das gibt es auch nicht. Nichts geht dich etwas an, wenn du nicht selber unmittelbar betroffen bist. Alles wird gut. Hab doch Vertrauen!“ Wer das einmal verinnerlicht hat, der hat nur noch das Problem mit der Religion, aber verhält sich ansonsten wie die Eliten es gern sehen …

In der TV-Sendung bezeichnete Philipp Möller den Glauben an eine Seele als “Wahnvorstellung”, und er hatte recht damit, denn die immaterielle Seele war damit gemeint, wurde aber leider von ihm nicht wörtlich ausgesprochen, etwas also, was nach dem Tod aus Sicht der Religion angeblich weiterleben soll. Aber nach den Naturgesetzen kann es keine immaterielle Seele, kein immaterielles Bewusstsein, keinen immateriellen Geist geben. Wer das im 21. Jahrhundert nicht wahrhaben will, ist entweder geistig minderbemittelt, einfältig oder lügt in bösartiger Absicht, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, ein Leben in Luxus oder abgehobener gesellschaftlicher Stellung zu leben.

Ein Leben nach dem Tod kann es nicht geben. Hört die chemoelektrische Aktivität des Hirns auf, versiegt auch der kleine Wechselstromkreis im Stammhirn. Wird das Stammhirn, also die elektrischen Bahnen, die von und zum Hirn führen, hingegen verletzt, tritt meist der Tod ein. Sind diese Verletzungen weniger gravierend und ist noch eine chemoelektrische Aktivität in der Großhirnrinde vorhanden, haben wir ein Koma. Aber erfolgt eine gravierende Verletzung des Stammhirns durch Genickschuss z.B. tritt unweigerlich der Tod ein …

Der Tod bedeutet das Aus für immer, denn die elektromagnetische Energie, die wir Bewusstsein oder Seele nennen ist erloschen, ausgeschaltet wie eine Lampe.

Jeder sollte endlich begreifen, und muss damit nicht die Hoffnung für dieses Leben verlieren, ein ewiges Leben kann es nicht geben. Man lebt nur einmal, und man soll sein Leben so nutzen, dass man am Ende sagen kann, man hat gelebt !!!! Ein besseres oder schlechteres Jenseits (Paradies oder Hölle) gibt es nicht.

ES EXISTIERT KEIN GOTT

Unter den besonderen physikalischen und chemischen Bedingungen unseres Planeten wurden auch biologische Bedingungen für das Leben und die Evolution möglich. Die Evolution brachte unsere animalischen Vorfahren hervor, die nach und nach ihr Zusammenleben evolutionierten und durch die soziale Interaktion zu ihrer Sprache und somit zu ihrem sprachlich bestimmten Bewusstsein kamen. Dieses Bewusstsein konnte lange Zeit nicht die objektiven Bedingungen (Physik, Chemie, Biologie) für seine Entwicklung und individuelle Entstehung beschreiben.

Mit der Entstehung von Ackerbau und Viehzucht und somit der Eigentumsgesellschaften vor etwa 13 000 Jahren entstanden deshalb auch Erklärungsmodelle für Natur und Gesellschaft, die keineswegs objektiv sein konnten. Trotzdem werden die Vertreter der Religionen, die nun entstanden, bis heute jeweils immer behaupten, sie würden die Wahrheit über unsere Welt verbreiten.

Von Anfang an waren sich die Menschen aber über den Unterschied von Glauben und Wissen bewusst. Sie wussten immer auch um die Unzulänglichkeit ihres Wissens. Diese Unzulänglichkeit wird die Menschheit bis an ihr Ende begleiten. Weil sie nie die ganze Wahrheit über Natur und Gesellschaft erfassen kann, behalf man sich mit der Religion und muss sich auch jeder Wissenschaftler mit Hypothesen und Spekulationen begnügen, bis der Beweis für eine objektive Erkenntnis erbracht ist. Aber von Anfang an wusste man auch um die Lügen, den Betrug und den Selbstbetrug. So hatten und haben Religionen die Funktion, Natur und Gesellschaft so zu „erklären“, dass vor allem immer die jeweiligen Herrschaftsverhältnisse gerechtfertigt werden. So war es vor tausenden Jahren und so ist es noch heute. Wissen (Natur-und Sozialwissenschaften) und Glaube (Religion und Theologie) schließen einander aus, wo objektives Wissen besteht und erforderlich wird, also konkret eine Wahrheit über Natur und Gesellschaft erkannt wurde. Die Notwendigkeit objektiver Erkenntnisse resultiert aus der Praxis des Menschen.

Sozialwissenschaftliche Erklärungen, die einen objektiven Charakter tragen, wurden erst im 19. Jahrhundert möglich, als sich die Natur- und Gesellschaftswissenschaften zu entwickeln begannen. Die Zielsetzung dieser Wissenschaften muss in der Gewinnung wahrer Aussagen über die objektive natürliche und gesellschaftliche Realität bestehen. Diese wahren Aussagen sind nicht nur möglich, sondern für das Überleben der Menschheit absolut notwendig.

Der gesamte philosophische Idealismus seit der Antike bis hinein sogar in den sogenannten Marxismus-Leninismus war nur intellektuelles Begleitwerk des religiösen Irrationalismus mit der zentralen Behauptung der Existenz eines Immateriellen, eines immateriellen Geistes, Seele oder Bewusstseins. Alle großen Philosophen gingen von diesem Immateriellen aus, selbst Marx sprach noch vom „Gedanken-Nichts“, und auch Lenin fabulierte noch über den Unterschied zwischen Geist und Materie, der nur durch Dialektik zu überwinden sei. Aber die kühnste Wortakrobatik, auch wenn man sie Dialektik nennt, vermag keine Einheit zwischen Immateriellem und Materie herzustellen. D.h. alle bisherige Philosophie, wo sie Aussagen über ein angebliches Verhältnis von „Geist“ und Materie zu machen versucht, gehört in die Mülltonne der Geschichte, weil sie falsch ist.

Die Frage, ob ein Gott, Götter, Teufel, Geister, Feen und Trolle, das Sandmännchen und der Weihnachtsmann existieren oder nicht, kann nur eine Frage der menschlichen Praxis sein. Hinter hochgelehrten Phrasen versteckt sich oft die gezielte Desinformation und so entstand auch das „Bewusstseinsrätsel“, mit dem abgelenkt wird von dem, was alle Menschen interessiert und interessieren sollte, wenn sie sich nicht bloss irgendwie zurechtfinden, sondern ihre Welt gezielt und ohne Fremdbestimmung gestalten wollen. Das Bewusstsein (Seele oder Geist) des Menschen stellt letztendlich einen dynamischen Informationsprozess dar, über dessen physikalische Erklärbarkeit kein Zweifel mehr bestehen sollte. Trotzdem suggeriert uns die Hirnforschung etwas anderes. Auch hier teilen sie sich noch immer in Idealisten und Materialisten, wobei letztere merkwürdigerweise gar keine wirklich physikalische Erklärung bieten können oder wollen, und nur dann wären sie Materialisten.

http://demgeneralbundesanwalt.wordpress.com/auszug-aus-meinem-buch-aus-und-vorbei/

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Über diesen Link soll die praktische Bedeutung der Feststellung, dass es keinen Gott geben kann, erklärt werden. Zwar schreibe ich da nicht von „Gott“, aber ich schreibe von der physikalisch / energetischen Beschaffenheit des Bewusstseins. Dieses Naheliegende, das, was alle brennend interessiert, wird beschrieben, und warum das angebliche Bewusstseinsrätsel wider besseren Wissens schon lange keins mehr ist, wenn man im buchstäblich Sinne des Wortes Gedanken abhören kann:

Die Idealisten halten das „Bewusstseins-Rätsel“ eigentlich für unlösbar. Die Mechanisten verkomplizieren und verschieben die Lösung des „Bewusstseinsrätsels“ auf Sanktnimmerlein oder behaupten, ungeachtet der von ihnen offen gelassenen Fragen, es gäbe nichts weiter zu erklären. Idealisten und Mechanisten haben gemein, daß sie verdammt gut bezahlt werden und weil’s im einstigen Ostblock nicht soviel Geld gab, gab’s bis auf ein paar sowjetische „Neuropsychologen“ auch nicht so viele hochgelehrte Spezialisten mit ihren zum Thema ‘Bewusstsein’ nichtssagenden Theorien. Die derzeitige Hirnforschung und Physik betreiben einen Fetisch, der die Realität verblendet und wieder hinführen soll zu den Religionen …

Zum objektiven Wissen der Menschheit gehört seit dem 19. Jh. das physikalische Gesetz von der Erhaltung der Energie, das jegliche Form und Transformation von Energie einschließt.

Die bedeutsamste und wesentlichste physikalische wie zugleich philosophische Aussage dieses Gesetzes besagt, dass kein Impuls aus einem (vermuteten) Nichts möglich ist, dass also auch keine Interaktion zwischen der materiellen Welt und einer angeblich immateriellen Welt möglich sein kann.

Wer als Physiker angeblich davon keine Ahnung hat, missachtet schon die Naturgesetze, wenn er behauptet, an einen Gott zu glauben. Ein Scharlatan, wer sich zum irdischen Physiker-Gott machen ließ, aber keine objektive Erkenntnis akzeptieren will. Wer als Physiker-Gott vorgibt, an einen „Gott“ zu glauben wider besseres Wissen, ist ein Lump, der aufgrund seiner herausragenden Stellung das einfältige Volk betrügt und belügt, damit es, betäubt, in Schach gehalten werden kann.

http://demgeneralbundesanwalt.wordpress.com/wer-hat-angst-vorm-atheismus/

Sicher, erst wenn die irdischen Götter gestürzt werden, dann werden sich auch die Menschen von ihren religiösen Hirngespinsten befreien können, aber um das zu erreichen, bedarf es der Aufklärung ! Die Kritik der Waffen kann die Kritik der Worte nicht ersetzen, so muss Karl Marx heute verbessert werden …

Alle idealistische Ontologie wird von der Physik ad absurdum geführt. Die objektive Erkenntnis besagt, dass alles nur materielle bzw. energetische Attribute besitzt, dass also alles auch nur aus Materie und Energie besteht. Wir leben demnach in einer physikalisch erklärbaren Welt, die Immaterielles absolut ausschließt oder die keine Möglichkeit zulässt, mit der Materie oder Energie interagieren könnten. Somit wäre ein immaterieller „Gott“ hilflos und nicht allmächtig, kann dann damit als solcher nicht existent sein.

Untersucht man die Entwicklungsgeschichte der Schöpferidee, wird man unweigerlich darauf stoßen, dass dieser Schöpfer in seiner jeweiligen Entstehungszeit immer sehr menschliche Züge aufweist und je ferner diese Zeit liegt, um so einfältiger erscheint uns heutigen Menschen das Bild, das sich unsere frühen Vorfahren von so einem „Gott“ machten. Die Theologen mussten also dieses Bild modifizieren, um den Glauben erhalten zu können, mit dem sie ihren Lebensunterhalt verdienen, und um das gesellschaftliche Zusammenleben ideologisch zu festigen und zu sichern. Das Bild von Gott wurde also immer abstrakter, um eben jenes Immaterielle behaupten zu können, das dem Menschen gar nicht fassbar sei. Und doch blieb das Bild des Schöpfers dem Menschenbild verpflichtet, das ihm Schöpferkraft zuspricht. Schon im Alten Testament wurde so der menschliche Geist als Geschenk Gottes dargestellt, als etwas Immaterielles nämlich, das dem „Gott“ im Wesen nur gleich sein kann. Der Gott sei in dir, sagen also die Religionsverfechter zu ihren Schafen, aber, erwidern diese, Gott hat doch den Menschen nach seinem Ebenbilde erschaffen. Wo ist Gott jetzt, ist er auch in meinen Feinden ? … Und so tut sich ein Widerspruch nach dem anderen auf, der nur durch den festen unerschütterlichen Glauben an Irrationalismen überspielt werden kann.

Das Wirken der Naturgesetze lässt keine Existenz einer immateriellen Schöpferkraft zu. Ein „Gott“ ist nur dann einer, wenn er über Allmacht verfügt, aber die kann kein menschenähnliches Wesen besitzen, wird hingegen etwas Immaterielles vorgestellt, funktioniert dies nicht in unserer materiellen Welt.

Die Gleichsetzung „Gottes“ mit physikalischen Kräften oder der Natur kann auch nur falsch sein, weil sich dann das Zielgerichtete der Schöpfungsidee erübrigen und sich wieder die Frage nach dem angeblich tieferen Sinn ergeben würde. Die wichtigste Fundamentalkraft im All ist die Gravitationskraft (von der Coulomb-Kraft mal abgesehen). Im All existieren unterschiedlichste Bedingungen und schafft die G-Kraft immer neue und andere Bedingungen. Aber dieses Schaffen darf man nicht abstrahieren, denn die Gravitation ist nicht das Ergebnis eines bewussten Wollens, sondern das Ergebnis ewiger Bewegung der Massen, deren Konzentration sich immer wieder verändert und wodurch sich die Gravitation als Kraft im Besonderen selbst also immer wieder verändern muss. Aufgrund dieser beständigen Veränderungen bleibt die Frage nach dem Ziel einer angeblichen Schöpfung unbeantwortet, denn da ist nun auch nichts Gutes und nichts Positives, aber auch nichts Böses und nichts Negatives für uns festzustellen. Soll man nun dieses aus menschlicher Sicht willkürliche Wirken, das uns unter Umständen wegputzen könnte, als Schöpfen ansehen und sollen wir das anbeten, während wir ganz andere Probleme zu bewältigen haben ?

Ist nicht vielmehr das menschliche Schöpfertum auf die Natur übertragen worden vom Menschen ?! Die Landschaften der Erde wurden aufgrund des Wirkens menschlicher Kräfte verändert, als sich Eigentum an Produktionsmitteln herausbildete. Diese Eigentumsverhältnisse waren mit dem Entstehen von Herrschaftsverhältnissen verbunden und siehe da, plötzlich gab es auch „Götter“, die mehr oder weniger dämlich, auch mehr und mehr die Geschicke der Menschen zu bestimmen schienen. Dies nämlich in dem Maß, wie sich die Herrschaftsverhältnisse verfestigten. Die Idee von dem einen „Gott“ war hingegen der Reflex auf die Abwesenheit von gefestigten Herrschaftsverhältnissen, d.h. die jüdische Religion war zunächst eine, – ganz vereinfacht und salopp ausgedrückt – wenn auch abgetarnte, politische Willenskundgebung, um die Stämme Israels einigen zu können. „Gott“ verlangte also nach einem König der Juden, nach Staat und Territorium …

DIE RELIGIONEN MÜSSEN PRIVATSACHE BLEIBEN – FÜR EINE KONSEQUENTE TRENNUNG VON KIRCHE UND STAAT !!!!!!!!

 

Bart D. Ehrman

Is the New Testament Reliable?